Örtlicher Pferdeversicherungsverein Essenheim 1929

Liest man zum ersten mal den Namen „Örtlicher Pferdeversicherungsverein Essenheim 1929„, dann legt man die Stirn in Falten und wundert sich, was dass wohl für ein obskurer Verein sein soll. Reitsport oder Tierzuchtvereine kennt man ja, aber einene „Pferdeversicherungsverein“? Doch der Verein hat durchaus eine pragmatische Gründungsgeschichte, wie ein jeder auf der Internetseite lesen kann.

Der örtliche Pferdeversicherungsverein wurde im Jahre 1929 vom Bauern Otto Wolf I und 47 Essenheimer Bauern und Landwirte ins Leben gerufen. Die Grundidee war eine Art Lebensversicherung für Pferde, denn damals gab es noch keine Traktoren und das Pferd war daher mit das wichtigste „Arbeitsmittel“ in der Landwirtschaft. Der Verein sollte als „Notgemeinschaft“ einen finanziellen Grundstock für Pferdehalter in der Landwirtschaft bilden.

Starb ein Pferd oder wurde es altersbedingt unbrauchbar, dann stand es für die Feldarbeit nicht mehr zur Verfügung und der Landwirt musste ein neues Pferd beschaffen. Im örtlichen Pferdeversicherungsverein zahlten die Mitglieder in die „Versicherung auf Gegenseitigkeit“ ein und zwar einen deutlich geringeren Betrag, als die Prämie einer staatlichen Versicherung kostete. Bei Unbrauchbarkeit oder Tod des Pferdes wurde dem Mitglied des Vereins eine festgesetzte Summe aus der Versicherung gezahlt.

Diese Summe verwendete der Landwirt dann als Anzahlung auf ein neues Pferd, dass der Händler dann auch lieferte, selbst wenn das Pferd teurer war. Die Arbeit auf dem Feld konnte ja nicht liegen bleiben, bis ein neues Pferd angeschafft war. Durch die Versicherung hatte der Händler die Sicherheit, dass das Pferd bezahlt wird.

Den Rest der sehr spannenden Geschichte des Örtlicher Pferdeversicherungsverein Essenheim 1929 lesen Sie am besten auf der Internetseite des Vereins, die unter http://www.pferdeversicherungsverein.de.