Die vierte Ausstellung des Essenheimer Kunstvereins im Alten Rathaus zu Ingelheim folgt dem Leitmotiv „Licht-Bild„. Am 29. Oktober wird die Ausstellung um 19 Uhr eröffnet. Zur Begrüßung sprechen der Oberbürgermeister der Stadt Ingelheim Dr. Joachim Gerhard, die Beigeordnete Irene Hilgert und der Vorsitzende des Essenheimer Kunstvereins Andreas Preywisch. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt die Kunsthistorikerin und stellvertretende Vorsitzende, Dr. Gabriele Rasch.

Essenheimer Kunstverein

Die Bilder der zwölf Künstler, die von einer unabhängigen Jury für die Ausstellung auserkoren wurden, sind bis zum 28. November zu bewundern. Die Ausstellung ist an den Wochenenden geöffnet und zwar Samstags von 15 Uhr bis 18 Uhr und Sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von hauchzart bis zur starken Farbigkeit

Insgesamt hatten sich 37 Künstler nicht nur aus Rheinland-Pfalz, sondern auch darüber hinaus beworben, um ihre Werke im Alten Rathaus zu präsetieren. Die Stadtdruckerin 2006/2007, Katharina Fischborn, zeigt hauchzarte, farbige Hochdrucke mit gitterartigen Schnittzeichnungen. Mit Faden zeichnet, bzw. stickt die Mainzer Zeichnerin Martina Hahn. In ihrem „projekt jardin“ stehen mittelalterliche Tier- und Fabelwesen im Mittelpunkt. Fragile Tierplastiken aus Naturmaterialien und Papier von Anne Kuprat. ergänzen diese Zeichnungen. Mit Papier, meist in Rollen, arbeitet auch Elli Weishaupt.

Aus Landkarten werden bei ihr Fernrohre, mit denen sie poetisch auf Gedankenreise geht. Malerei ist gleich mit vier unterschiedlichen Positionen vertreten. Katrin Hattenhauer aus Berlin und Gotlind Timmermanns aus München vereint das große Format und eine starke Farbigkeit. Während die Berlinerin figurativ, phantastisch arbeitet, bleibt die Münchnerin in ihrer Bildsprache abstrakt. Fast provokativ einfach in ihrer zurückhaltenden Farbigkeit und Formensprache wirken dagegen die Arbeiten des Wiesbadener Malers Oliver Schultz. Mit seiner lasierenden Malweise geht er bis an die Grenzen des visuell noch wahrnehmbaren.

Katja von Puttkamer aus Ingelheim versteht ihre malerischen „Neuzeitveduten“ als eine Analyse unserer städtischen Landschaften. Aus Fund- und Alltagsmaterial fügen Gerhard Meerwein, Mainz und Claudia Schäfer, Eisenberg, originäre Collagen zusammen, die neben ihren haptischen und optischen Reizen einer konzeptionellen Idee folgen, z.B. dem täglichen Öffnen von Post ein Denkmal zu setzen (Gerhard Meerwein). Die Grafikerin Heike Negenborn holt Rhythmus und Struktur der südfranzösischen Landschaft nach Ingelheim. Erik Schmelz und I. Hellen Jilavu, auch bekannt als die Initiatoren des „Mongutia-Projekts“, bespielen zwei ineinandergreifende Räume. Einzeln und dennoch gemeinsam verfolgen sie mit ihren außergewöhnlichen Installationen das Thema Ordnung von Dingen im Raum.